2007-04-11

vladimir tarasov - improvised music from the solitude (stuttgart, 1995)

der schlagzeuger vladimir tarasov war vom september 1993 bis zum november 1994 stipendiat an der akademie schloss solitude am rande von stuttgart: ein privilegierter und zu recht begehrter status: wohnen in unglaublich idyllischer umgebung und reichhaltiges essen sind frei, kontakte und kooperationen mit anderen kreativen geistern sind unvermeidlich und das tatsächlich weltoffene und schöpferisch bereichernde leben in stuttgart ist nur einen abschnitt der mehrfahrtenkarte entfernt. das entspannende und inspirierende leben im schloss solitude hat neben der zeitlichen begrenzung nur zwei bedingungen: die künstler müssen von anderen und inzwische halb-einflussreichen stipendiaten ausgewählt und eingeladen werden und die alle schönheiten und privilegien geniessenden stipendiaten müssen während ihrer zeit aud dem schloss ein "werk" schaffen und es der öffentlichkeit darbringen.

vladimir tarasov hat wohl während seines lebens im schloss bereits schöpferisch gewirkt, doch sein abschliessendes werk schuf er erst im merz 1995. mit hauseigenen mitteln und mit freunden, mit-stipendiaten und frei improvisierendem beifang entstand die cd "improvised music from solitude". beteiligt waren in wechselnden besetzungen vladimir tarasov (schlagzeug, perkussion), helmut bieler-wendt (violine), alexander frangenheim (kontrabass), seth josel (mandoline und [elektrische] guitarre), josephine trumans (stimme, piano und didgeridoo), manos tsangaris (radio, perkussion und gong), peter veale (oboe), ute wassermann (stimme und gong) und mary oliver (violine). entstanden ist ein (kunst)werk, das das damals noch recht neue medium der compact disc souverän nutzt. jean-baptiste joly war zufrieden.



|>> improvised music from solitude
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